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Der Verdichter einer Wärmepumpe, oft auch Kompressor genannt, ist das Herzstück des gesamten Systems. Ohne ihn würde aus Umweltwärme keine nutzbare Heizenergie entstehen. Er sorgt dafür, dass das aufgenommene Kältemittel so stark verdichtet wird, dass dessen Temperatur ansteigt und Wärme an das Heizsystem abgegeben werden kann.

Wer verstehen möchte, wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet, muss den Verdichter verstehen.

Zusammenfassung

  • Der Verdichter ist das zentrale Bauteil der Wärmepumpe und macht aus aufgenommener Umweltwärme nutzbare Heizenergie, indem er das Kältemittel komprimiert und dessen Temperatur erhöht.

  • Er verursacht den größten Teil des Stromverbrauchs und beeinflusst damit direkt Effizienzkennzahlen wie COP und Jahresarbeitszahl.

  • Entscheidend für eine hohe Effizienz und lange Lebensdauer sind niedrige Vorlauftemperaturen, eine gute Anlagenplanung und möglichst wenig Takten.

  • Moderne Scrollverdichter mit Inverter-Technologie arbeiten besonders leise, verschleißarm und bedarfsgerecht.

  • Bei guter Auslegung erreicht ein Verdichter in der Regel 15 bis 20 Jahre Lebensdauer, während Fehlplanung oder Dauerbelastung die Lebenszeit deutlich verkürzen können.

Inhaltsverzeichnis

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Welche Aufgabe hat der Verdichter im Kältekreislauf?

Eine Wärmepumpe arbeitet mit einem geschlossenen Kreislauf. Das Kältemittel nimmt zunächst Wärme aus der Umgebung auf – aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser – und verdampft dabei. In diesem Zustand ist es zwar energiereich, aber noch nicht heiß genug, um ein Gebäude zu beheizen.

Hier kommt der Verdichter ins Spiel. Er saugt das gasförmige Kältemittel an und komprimiert es. Durch die Verdichtung steigen Druck und Temperatur deutlich an. Erst jetzt erreicht das Kältemittel ein Temperaturniveau, mit dem es seine Wärme an das Heizsystem abgeben kann. Danach kühlt es ab, verflüssigt sich und der Kreislauf beginnt von vorne.

Die Verdichtung ist damit der entscheidende Schritt im gesamten Prozess.

Warum beeinflusst der Verdichter die Effizienz?

Der Verdichter wird elektrisch angetrieben und verursacht den größten Teil des Stromverbrauchs einer Wärmepumpe. Wie effizient er arbeitet, wirkt sich direkt auf den COP (Coefficient of Performance) und die Jahresarbeitszahl (JAZ) aus.

Ein zentraler Faktor ist der sogenannte Temperaturhub – also der Unterschied zwischen der Temperatur der Wärmequelle und der benötigten Vorlauftemperatur im Heizsystem. Je größer dieser Unterschied, desto stärker muss der Verdichter arbeiten. Hohe Vorlauftemperaturen bedeuten mehr Druck, mehr Stromverbrauch und geringere Effizienz.

Deshalb arbeiten Wärmepumpen besonders wirtschaftlich in gut gedämmten Gebäuden mit niedrigen Vorlauftemperaturen, etwa in Kombination mit einer Fußbodenheizung. Das entlastet den Verdichter und verlängert seine Lebensdauer.

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Welche Verdichterarten kommen bei Wärmepumpen zum Einsatz?

In modernen Wärmepumpen für Wohngebäude werden überwiegend Scrollverdichter eingesetzt. Sie arbeiten mit zwei spiralförmigen Elementen, die das Gas kontinuierlich verdichten. Diese Bauweise gilt als leise, vibrationsarm und verschleißarm.

Ältere Systeme oder spezielle Anwendungen nutzen teilweise Hubkolbenverdichter. In kleineren Anlagen findet man auch Rollkolbenverdichter, während Schraubenverdichter meist im gewerblichen oder industriellen Bereich eingesetzt werden.

Heute setzen viele Hersteller zusätzlich auf Inverter-Technologie. Das bedeutet, dass der Verdichter seine Leistung an den tatsächlichen Wärmebedarf anpassen kann. Dadurch läuft die Wärmepumpe gleichmäßiger, vermeidet häufiges Ein- und Ausschalten und arbeitet insgesamt effizienter.

Wie lange hält ein Verdichter einer Wärmepumpe?

Die Lebensdauer wird häufig in Betriebsstunden angegeben. Hochwertige Verdichter erreichen 40.000 bis 80.000 Stunden. In einem typischen Einfamilienhaus entspricht das etwa 15 bis 20 Jahren.

Entscheidend ist jedoch nicht allein die Bauart, sondern die Planung der Anlage. Häufiges Takten, also ständiges Starten und Stoppen, belastet den Verdichter unnötig. Auch dauerhaft hohe Vorlauftemperaturen oder eine falsche Dimensionierung können die Lebensdauer verkürzen.

Eine saubere Auslegung und regelmäßige Wartung sorgen dafür, dass der Verdichter über viele Jahre zuverlässig arbeitet.

Typische Probleme mit dem Verdichter

Ein Verdichterschaden ist selten, aber kostspielig. Da es sich meist um hermetisch geschlossene Bauteile handelt, werden sie im Defektfall nicht repariert, sondern komplett ersetzt.

Warnsignale können ungewöhnliche Geräusche, starke Vibrationen, steigender Stromverbrauch oder eine nachlassende Heizleistung sein. Häufig liegt die Ursache jedoch nicht direkt im Verdichter, sondern in ungünstigen Betriebsbedingungen wie falschen Einstellungen oder einer fehlerhaften Kältemittelmenge.

Eine frühzeitige Überprüfung durch einen Fachbetrieb kann größere Schäden verhindern.

Der Verdichter entscheidet über Wirtschaftlichkeit und Betrieb

Der Verdichter ist das zentrale Bauteil im Kältekreislauf einer Wärmepumpe. Er beeinflusst Stromverbrauch, Effizienz, Geräuschentwicklung und Lebensdauer maßgeblich.

Wer eine Wärmepumpe plant oder modernisiert, sollte deshalb auf eine moderne Verdichtertechnik und eine sorgfältige Anlagenplanung achten. Niedrige Vorlauftemperaturen und ein modulierender Betrieb schaffen optimale Voraussetzungen für einen langlebigen und wirtschaftlichen Betrieb.

Am Ende gilt: Die Qualität und Auslegung des Verdichters bestimmen, wie effizient die Wärmepumpe über viele Jahre arbeitet.

Häufig gestellte Fragen

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