Wärmepumpe 120 qm Kosten 2026: Preise, Leistung & Förderung

Kerim Sagir
Stand:
Eine Wärmepumpe kostet für ein 120-qm-haus 2026 inklusive Einbau zwischen 23.900 € und 65.900 €. Mit staatlicher Förderung sinken die tatsächlichen Kosten auf 7.170 € bis 46.130 €. Die benötigte Leistung liegt meist zwischen 5 kW und 8 kW, abhängig von Dämmstandard und Baujahr.
Zusammenfassung
Die Gesamtkosten einer Wärmepumpe für 120 qm liegen bei etwa 23.900 bis 46.130 €.
Mit Förderung sinken die tatsächlichen Kosten auf etwa 7.170 bis 46.130 €.
Für ein 120-qm-Haus werden meist etwa 5 bis 8 kW Leistung benötigt.
Der Stromverbrauch liegt je nach Dämmstandard bei etwa 2.500 bis 4.750 kWh pro Jahr.
Die Amortisation kann bereits nach etwa 9 Jahren erreicht werden.
Einen allgemeinen Überblick zu allen Wärmepumpe Kosten finden Sie hier: Wärmepumpe Kosten 2026
Inhaltsverzeichnis
Welche Leistung (kW) braucht eine Wärmepumpe für 120 qm?
Die benötigte Leistung einer Wärmepumpe für 120 qm hängt vor allem von Dämmzustand, Baujahr und der Heizlast des Gebäudes ab. Je nach Zustand liegt der Bedarf meist in einem bestimmten Leistungsbereich, der individuell berechnet werden sollte. Wichtig ist dabei die richtige Dimensionierung: Eine zu kleine Anlage arbeitet ineffizient, da sie den Wärmebedarf nicht konstant decken kann, während eine zu große Anlage unnötige Kosten verursacht und ebenfalls ineffizient läuft.
Hier erfahren Sie, wie wichtig die Vorlauftemperatur ist: Vorlauftemperatur Wärmepumpe
Leistung für 120 qm Neubau (gut gedämmt)
Bei einem 120-qm-Neubau mit guter Dämmung liegt der Leistungsbedarf meist bei etwa 5 bis 7 kW. Durch die gute Gebäudehülle ist der Wärmebedarf gering, wodurch die Anlage kleiner ausgelegt werden kann. Gleichzeitig wird mit niedrigen Vorlauftemperaturen gearbeitet, was die Effizienz deutlich verbessert. Dadurch sind hohe JAZ-Werte möglich, was zu niedrigem Stromverbrauch und geringen Betriebskosten führt.
Leistung für 120 qm sanierter Altbau
Bei einem 120 qm sanierten Altbau liegt der Leistungsbedarf meist bei etwa 6 bis 8 kW. Entscheidend ist die Dämmung, da sie den Wärmebedarf direkt beeinflusst. Je besser die Dämmung, desto geringer fällt die benötigte Leistung aus. Gleichzeitig sollten die Heizkörper geprüft werden, da klassische Systeme oft höhere Vorlauftemperaturen benötigen und die Effizienz der Wärmepumpe beeinflussen können.
Leistung für 120 qm unsanierter Altbau
Bei einem 120 qm unsanierten Altbau liegt der Leistungsbedarf meist bei etwa 8 bis 10 kW oder höher. Durch den hohen Wärmeverlust wird oft eine höhere Vorlauftemperatur benötigt, was die Effizienz der Wärmepumpe reduziert. In solchen Fällen kann ein Hochtemperatur-System sinnvoll sein, um die benötigten Temperaturen zuverlässig zu erreichen. Gleichzeitig steigen dadurch der Stromverbrauch und die Betriebskosten, weshalb sich eine Verbesserung der Dämmung langfristig lohnen kann.
Gesamtkosten einer Wärmepumpe für ein 120 qm Haus
Die Gesamtkosten einer Wärmepumpe für ein 120 qm Haus setzen sich aus mehreren Bereichen zusammen. Dazu gehören das Wärmepumpengerät selbst, die Installation und Montage sowie je nach Wärmepumpenart zusätzliche Kosten für Bohrungen oder Brunnenarbeiten. Hinzu kommen begleitende Maßnahmen wie die Heizlastberechnung, der hydraulische Abgleich, Elektroarbeiten sowie ein Pufferspeicher. Hier ein kurzer Überblick über die Gesamtkosten für ein 120 qm Haus:
Luft-Wasser-Wärmepumpe:23.900–33.300 €
Erdwärmepumpe: 40.400–56.700 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe: 47.400–65.900 €.
Zusatzkosten für neue Heizkörper, Fußbodenheizung oder Dämmmaßnahmen sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Welche Faktoren beeinflussen die Wärmepumpe-Kosten bei 120 qm?
Die Kosten einer Wärmepumpe bei 120 qm hängen von mehreren Faktoren ab. Entscheidend ist vor allem die Heizlast, da sie bestimmt, wie groß die Anlage ausgelegt werden muss. Auch die Vorlauftemperatur spielt eine wichtige Rolle, da hohe Temperaturen die Effizienz senken und die Kosten erhöhen. Der Dämmstandard beeinflusst den Wärmebedarf direkt und damit die benötigte Leistung. Zusätzlich wirkt sich die gewählte Wärmequelle aus: Luft ist günstiger, während bei Sole- und Wasserwärmepumpen Erdarbeiten oder Bohrungen notwendig sind. Auch regionale Installationspreise können die Gesamtkosten beeinflussen. Je nach Ausgangssituation kann zudem eine Anpassung der Heizkörper erforderlich sein, um die Wärmepumpe effizient betreiben zu können.
Luft-Wasser-Wärmepumpe
Die Kosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegen beim Gerät meist bei 9.720–12.960 €, hinzu kommen Installationskosten von 14.148 bis 20.304 €. Mit Förderung sinken die Gesamtkosten auf etwa 7.170 bis 23.240 €. Sie ist damit die günstigste Wahl, da keine zusätzlichen Erdarbeiten oder Bohrungen notwendig sind.
Hier erfahren Sie mehr zu dem Thema: Kosten einer Luftwärmepumpe
Sole-Wasser-Wärmepumpe
Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe liegt insgesamt bei etwa 12.960–16.200 €. Die Installationskosten bewegen sich ebenfalls im Bereich von 27.432–40.500 €, wobei zusätzliche Erdarbeiten den Preis erhöhen können. Mit Förderung reduzieren sich die Kosten auf etwa 19.400 bis 39.690 €. Dafür arbeitet das System effizienter und konstanter, ist aber insgesamt teurer in der Anschaffung.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Die Kosten für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe liegen meist bei 15.120–19.440 €, zuzüglich 32.292–46.440 € für installation. Mit Förderung ergeben sich Gesamtkosten von etwa 26.400 bis 46.130 €. Der höhere Preis entsteht vor allem durch Brunnenbohrungen und Genehmigungen, dafür bietet das System eine sehr hohe Effizienz durch die konstanten Temperaturen des Grundwassers.
Hier eine kurze Übersicht der Wärmepumpentypen:
Wärmepumpenart | Gerätekosten | Installationskosten | Mit Förderung |
|---|---|---|---|
Luft-Wasser-Wärmepumpe | 14.000–19.000 € | 3.000–7.500 € | 5.100–18.550 € |
Sole-Wasser-Wärmepumpe | 35.000–40.000 € | 3.000–7.500 € | 14.000–28.000 € |
Wasser-Wasser-Wärmepumpe | 30.000–38.000 € | 3.000–7.500 € | 12.000–26.600 € |
Betriebskosten einer Wärmepumpe für 120 qm
Die Betriebskosten einer Wärmepumpe für 120 qm hängen vor allem vom Stromverbrauch und der Effizienz (JAZ) ab. Den größten Anteil machen die Stromkosten mit 550 bis 1.045 € aus, die je nach Nutzung und System variieren können. Hinzu kommen die Wartungskosten von etwa 150 bis 300 € pro Jahr.
Stromverbrauch
Ein 120-qm-Haus hat einen Wärmebedarf von ca. 10.000 (moderner Neubau) bis 19.000 kWh (unsanierter Altbau) pro Jahr. Geht man von einer durchschnittlichen JAZ von 4 aus, ergibt sich folgender Stromverbrauch und Stromkosten:
2.500–4.750 kWh/Jahr (je nach Dämmstandard)
Mit einem Wärmepumpenstromtarif von 0,22 €/kWh ergeben sich folgende Stromkosten:
2.500 kWh x 0,22 € = 550 € pro Jahr
4.750 kWh x 0,22 € = 1.045 € pro Jahr
Je nach Dämmstandart ergeben sich somit Stromkosten zwischen 550 bis 1.045 € pro Jahr.
Errechnen Sie hier ihren individuellen Stromverbrauch: Stomverbrauch-Rechner
Wartungskosten
Die Wartungskosten einer Wärmepumpe liegen meist bei etwa 150 bis 300 € pro Jahr. Bei einer typischen Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren summieren sich die Wartungskosten entsprechend über die Zeit auf ca. 2.250 bis 7.500 €. Insgesamt bleibt der Wartungsaufwand überschaubar, sorgt aber dafür, dass die Anlage dauerhaft effizient und zuverlässig arbeitet.
Monatliche Kosten einer Wärmepumpe bei 120 qm
Die monatlichen Kosten einer Wärmepumpe bestehen nicht nur aus den Stromkosten. Zusätzlich sollten auch Wartungskosten sowie Rücklagen für mögliche Reparaturen berücksichtigt werden. Nach einigen Jahren müssen bei Wärmepumpen häufig einzelne Bauteile wie Sensoren oder Steuerungskomponenten ausgetauscht werden. Außerdem finanzieren viele Haushalte die Anschaffung einer Wärmepumpe über einen Kredit, wodurch zusätzlich Finanzierungskosten und Zinsen entstehen können.
Kostenart | Betrag pro Monat |
|---|---|
Stromkosten | 45–87 € |
Wartung (umgelegt) | 25–33 € |
Rücklagen | 30–60 € |
Gesamt (ohne Finanzierung) | 100–180 € |
Wie stark reduziert die Förderung die Kosten?
Die Förderung kann die Kosten einer Wärmepumpe deutlich reduzieren. Grundlage ist eine Basisförderung von 30 %, die durch weitere Boni ergänzt werden kann. Dazu zählen der Klima-Bonus mit 20 % beim Austausch einer alten Gas- oder Ölheizung, der Einkommensbonus mit 30 % für Haushalte mit geringerem Einkommen sowie der Effizienzbonus mit 5 % für besonders effiziente Anlagen. Zusätzlich sind über einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) weitere 5 % möglich. Insgesamt sind so Förderungen von bis zu 70 % erreichbar, allerdings ist der maximale Zuschuss auf 21.000 € begrenzt.
Hier können Sie ganz einfach berechnen, wieviel Förderung Ihnen zusteht: Förderrechner 2026
Lohnt sich eine Wärmepumpe bei 120 qm?
Ja, eine Wärmepumpe kann sich für ein 120-qm-Haus sehr gut lohnen. Entscheidend sind dabei vor allem der Dämmstandard, die Vorlauftemperatur und die Effizienz der Anlage. Besonders bei niedrigen Betriebskosten und hoher Förderung ergibt sich langfristig ein klarer Kostenvorteil gegenüber Gas oder Öl.
Hier eine kurze Beispielrechnung zu den Ersparnissen durch eine Wärmepumpe:
Gasheizung:
Heizkosten durchschnittlich ca. : 1.835 € / Jahr
Wärmepumpe mit JAZ von 4:
Stromkosten durchschnittlich ca. : 797 € / Jahr (Durchschnitt = 797)
→ Ersparnis durchschnittlich 1.038 € / Jahr
Wann amortisiert sich eine Wärmepumpe für ein 120-qm-Haus?
Die Amortisation einer Wärmepumpe für ein 120-qm-Haus hängt vor allem von Förderung, Stromverbrauch und den bisherigen Heizkosten ab. Eine Luft-Wasser Wärmepumpe mit Gesamtkosten von 25.000 € und einer JAZ von 4 kostet nach einer 55% Förderung 11.250€. In diesem Beispiel amortisiert sich die Wärmepumpe nach etwa 10,8 Jahren.
Entscheidend sind dabei vor allem eine gute Effizienz (JAZ), ein günstiger Stromtarif und möglichst niedrige Vorlauftemperaturen. Steigende Gaspreise oder eigener PV-Strom können die Amortisationszeit zusätzlich verkürzen.

Wärmepumpe 120 qm vs. 100 qm oder 150 qm
Im Vergleich zu einem 100-qm-Haus steigen die Kosten bei einem 120-qm-Haus meist um etwa 8–15 %, während sich die benötigte Leistung um etwa 1–2 kW erhöht. Der Grund dafür ist der höhere Wärmebedarf, wodurch die Wärmepumpe größer ausgelegt werden muss.
Bei einem 150-qm-Haus liegen die Gesamtkosten häufig bereits etwa 20–35 % über denen eines 100-qm-Hauses. Die benötigte Heizleistung steigt dabei meist um etwa 3–5 kW. Zusätzlich fallen in größeren Häusern häufig höhere Kosten für Heizflächen, Hydraulik, Rohrleitungen und den Pufferspeicher an.
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Kerim Sagir
AUTOR
Kerim ist unser talentierter Junior Autor, der neben seiner Ausbildung mit großer Begeisterung über erneuerbare Energien schreibt.














