Wärmepumpe ohne Außengerät: Vor- und Nachteile einfach erklärt

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Viele suchen nach leisen und platzsparenden Heizsystemen. Eine Wärmepumpe ohne Außengerät bietet dafür eine clevere Lösung. In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Vor- und Nachteile.

Lies weiter und finde heraus, ob sie zu deinem Zuhause passt!

💡 Zusammenfassung
  • Wärmepumpen ohne Außengerät sind platzsparend und geräuscharm. Sie eignen sich besonders für urbane Gebiete und Wohnflächen von 50 bis 150 m².
  • Modelle wie VWL 37/5 bieten bei -7 °C eine Heizleistung von 3,68 kW. Der COP liegt z. B. beim Modell ETHERMA FIRE+ICE bei 3,28, was eine moderate Effizienz zeigt.
  • Kosten betragen zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Es wird kein Kältetechniker benötigt, was die Installation erleichtert.
  • Der Energieverbrauch kann höher sein, besonders bei kalten Temperaturen. Kältemittel wie R410A belasten die Umwelt stärker (GWP: 2088).
  • Monoblock-Wärmepumpen oder Luft-Luft-Wärmepumpen können mit Solarthermie kombiniert werden und eine Förderung von bis zu 35 % erhalten (BAFA seit 13.03.2023).
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Was ist eine Wärmepumpe ohne Außengerät?

Eine Wärmepumpe ohne Außengerät arbeitet ohne separate Außenmodule. Sie ist kompakt und passt gut in enge Räume. Solche Systeme eignen sich ideal für urbane Gebiete. Sie kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro.

Die Wärmepumpen können ganzjährig zum Heizen und Kühlen genutzt werden.

Der Kompressor und der Verflüssiger sind direkt im Innenbereich integriert. Es gibt keine sichtbaren Außeneinheiten wie bei klassischen Luftwärmepumpen oder Klimaanlagen. Das spart Platz und verbessert die Optik des Gebäudes.

Modelle wie die Monoblock-Wärmepumpe sind besonders geräuscharm und effizient.

Funktionsweise einer Wärmepumpe ohne Außengerät

Die Wärmepumpe ohne Außengerät arbeitet wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt. Sie entzieht der Umgebung (z. B. Luft oder Wasser) Wärmeenergie und gibt sie an das Heizsystem ab. Ein Kompressor verdichtet das Kältemittel, wodurch es sich erwärmt.

Das erhitzte Kältemittel gibt die Wärme an die Heizungsanlage ab, bevor es wieder abkühlt und den Kreislauf von vorne beginnt. Solche Geräte funktionieren mit einem Kältemittel wie R410A, dessen Füllmenge meist zwischen 1,4 kg und 1,8 kg liegt.

Die Heizleistung dieser Pumpen variiert je nach Modell. Bei einer Temperatur von -7 Grad Celsius Luft und 35 Grad Celsius Wassertemperatur erreicht das Modell VWL 37/5 eine Heizleistung von 3,68 kW.

Größere Modelle wie die VWL 77/5 schaffen bis zu 7,24 kW. Der Betrieb ist bei Heizen zwischen -20°C und 43°C sowie bei Kühlen zwischen 15°C und 46°C möglich. Dank des Monoblock-Designs sind keine zusätzlichen Kältemittelleitungen nötig.

Ein Kältetechniker wird nicht benötigt, was Installation und Wartung erleichtert.

Vorteile einer Wärmepumpe ohne Außengerät

Eine Wärmepumpe ohne Außengerät spart Platz und arbeitet leise. Entdecken Sie, warum sie für viele Häuser ideal ist.

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Geräuscharmer Betrieb

Wärmepumpen ohne Außengerät arbeiten leise. Die Schallleistung liegt bei maximal 55-57 dB(A). Im Silent Mode sinkt der Schalldruckpegel auf nur 22-25 dB(A). Das entspricht etwa einem Flüstern.

Das Modell ETHERMA FIRE+ICE erzeugt in 2 Metern Entfernung nur 27 dB(A).

Diese Werte machen Wärmepumpen ideal für Wohnbereiche. Sie stören weder Nachbarn noch Bewohner. Im Vergleich zu Klimageräten mit Kompressors sind sie angenehmer. Ein geräuscharmer Betrieb erhöht den Wohnkomfort spürbar.

Platzsparende Installation

Die Installation einer Wärmepumpe ohne Außengerät spart Platz. Mit kompakten Maßen wie 1880 mm Höhe, 800 mm Breite und 750 mm Tiefe passt sie in kleine Räume. Modelle wie die REMKO KWT 180 DC mit nur 165 mm Tiefe und 810 mm Breite sind besonders geeignet.

Ihr Gewicht von 38 kg (REMKO KWT 180 DC) erlaubt flexible Aufstellung. Ohne große Außeneinheit bleibt das Gebäude ästhetisch ansprechend. Dies macht solche Heizungen ideal für Häuser mit wenig Außenfläche.

Kompakte Systeme integrieren sich nahtlos in jedes Zuhause.

Ästhetische Vorteile

Wärmepumpen ohne Außengerät passen perfekt in moderne Wohnräume. Ihre kompakte Bauweise ermöglicht eine einfache Integration. Es entfällt ein großes, sichtbares Außengerät, das oft die Außenansicht stört.

Besonders in dicht bebauten Gebieten fällt das positiv auf. Gebäude behalten ihr Erscheinungsbild, was wichtig für städtische Regionen ist.

Die Lösung bleibt auch innen unauffällig und spart Platz. Durch den Betrieb im Innenbereich wird weniger Lärm erzeugt. Das steigert die Wohnqualität. In Verbindung mit Solarthermie oder einem Solarspeicher helfen diese Systeme, eine effiziente und umweltfreundliche Heizung anzubieten.

Nachteile einer Wärmepumpe ohne Außengerät

Eine Wärmepumpe ohne Außengerät kann mehr Energie verbrauchen. Die Heizwärme reicht oft nicht für große Wohnflächen aus.

Begrenzte Heizleistung

Wärmepumpen ohne Außengerät bieten oft begrenzte Heizleistung. Das Modell ETHERMA FIRE+ICE liefert bei -7 °C nur 1,60 kW Heizwärme ohne Zusatzheizung. REMKO KWT 180 DC erreicht bis -10 °C eine Heizleistung von nur 1,71 kW.

Für höhere Anforderungen können diese Werte unzureichend sein.

Die Heizleistung sinkt bei sehr niedrigen Temperaturen deutlich. Zum Beispiel erreicht VWL 37/5 bei A-7/W35 nur 3,68 kW, während VWL 57/5 auf 5,73 kW kommt. Diese Einschränkungen sind besonders in kalten Regionen relevant.

Höherer Energieverbrauch

Ein höherer Energieverbrauch kann bei einer Wärmepumpe ohne Außengerät auftreten. Der COP-Wert von 3,28 (z. B. ETHERMA FIRE+ICE) zeigt Effizienz, doch ist er oft niedriger als bei Wärmepumpen mit Außeneinheit.

Bei höheren Heizlasten steigt der Stromverbrauch.

Wird Photovoltaik nicht genutzt, erhöht sich der Bedarf an externer Energie. Kältemittel wie R410A haben zudem einen höheren GWP-Faktor (2088 nach AR4). Das belastet langfristig die Umwelt stärker und macht den Betrieb weniger nachhaltig.

Effiziente Systeme mit thermischer Solaranlage können den Verbrauch etwas senken.

Arten von Wärmepumpen ohne Außengerät

Es gibt verschiedene Typen von Wärmepumpen ohne Außengerät. Sie arbeiten effizient und können erneuerbare Energiequellen wie Solarenergie nutzen.

Monoblock-Wärmepumpen

Monoblock-Wärmepumpen arbeiten ohne Außengerät. Sie enthalten alle wichtigen Komponenten in einem Gerät. Die Installation erfolgt einfach und benötigt keinen Kältetechniker. Kosten liegen bei etwa 10.000 bis 17.000 Euro.

Diese Geräte eignen sich für Wohnflächen von 50 bis 150 m².

Die Leistungszahl (Coefficient of Performance) zeigt die Effizienz der Monoblock-Wärmepumpe. Sie kann mit einer thermischen Solaranlage kombiniert werden. Modelle mit dem umweltfreundlichen Kältemittel R290 verbessern die Nachhaltigkeit.

Eine kompakte Bauweise spart Platz und schont die Ästhetik des Hauses.

Luft-Luft-Wärmepumpen

Luft-Luft-Wärmepumpen nutzen die Umgebungsluft, um Wärme zu erzeugen. Sie arbeiten effizient in gut isolierten Gebäuden. Für diese Wärmepumpen gibt es seit dem 13. März 2023 wieder die BAFA-Förderung.

Rückwirkend ab dem 1. Januar 2023 kann man bis zu 35 % Förderung bekommen, wenn man eine alte Heizung ersetzt.

Diese Systeme sind besonders platzsparend, da sie kein Außengerät benötigen. Die Kombination mit einer thermischen Solaranlage kann die Effizienz erhöhen. In Modulen verarbeitet, passen sie sich an verschiedene Gebäudetypen an.

Ihre Kühlleistung ist oft ein nützlicher Zusatz in den Sommermonaten.

Fazit

Wärmepumpen ohne Außengerät sind ideal für Häuser mit wenig Platz. Sie arbeiten leise und umweltfreundlich. Der Einbau ist kompakt und spart Fläche. Für die Installation ist keine Außeneinheit nötig, was die Optik des Gebäudes verbessert.

Jedoch passen sie nicht zu jedem Gebäude. Die Heizleistung ist begrenzt, und der Energieverbrauch höher. Auch die Installationskosten können abschreckend sein. Trotzdem bieten sie ganzjährig Heiz- und Kühlmöglichkeiten und ergänzen Systeme wie eine thermische Solaranlage oder Solarstation gut.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Wärmepumpe ohne Außengerät?

Eine Wärmepumpe ohne Außengerät ist ein kompaktes Heizsystem, das ohne separate Außenmodule auskommt. Alle Komponenten, einschließlich Kompressor und Verflüssiger, sind im Innenbereich integriert. Dadurch spart sie Platz und ist besonders leise, was sie ideal für urbane Wohnflächen von 50 bis 150 m² macht.

Welche Vorteile bietet eine Wärmepumpe ohne Außengerät?

Der größte Vorteil ist die Platzersparnis, da keine sichtbare Außeneinheit benötigt wird. Zudem arbeitet sie geräuscharm mit einem Schalldruckpegel ab 22 dB(A) im Silent Mode. Die Installation ist einfacher, da kein Kältetechniker benötigt wird, und optisch bleibt das Gebäude unverändert.

Welche Nachteile hat eine Wärmepumpe ohne Außengerät?

Diese Wärmepumpen haben oft eine begrenzte Heizleistung und einen höheren Energieverbrauch, insbesondere bei niedrigen Temperaturen. Zudem kann das verwendete Kältemittel eine höhere Umweltbelastung haben. Bei großen Wohnflächen oder sehr kalten Regionen sind leistungsstärkere Alternativen empfehlenswert.

Wie viel kostet eine Wärmepumpe ohne Außengerät?

Die Anschaffungskosten liegen zwischen 10.000 und 20.000 Euro, je nach Modell und Leistung. Förderungen können die Kosten senken, beispielsweise gibt es seit März 2023 wieder eine BAFA-Förderung von bis zu 35 % für den Austausch alter Heizsysteme.

Für wen eignet sich eine Wärmepumpe ohne Außengerät?

Diese Wärmepumpen sind ideal für Wohnungen oder kleinere Häuser mit begrenztem Platzangebot, vor allem in städtischen Gebieten. Sie sind eine gute Wahl für Haushalte, die eine leise und unauffällige Heizlösung suchen, jedoch keinen hohen Wärmebedarf haben.

✍️ Geschrieben von:
Sebastian Fischer
Chefredakteur Wärmepumpen

Sebastian, ein erfahrener Experte mit über zehn Jahren Erfahrung im Bereich Wärmepumpen und erneuerbarer Energien, war früher selbständiger Heizungsbauer. Mit seinem fundierten Wissen über Wärmepumpentechnologie und praktischer Erfahrung bietet er wertvolle Einblicke und praxisnahe Ratschläge. Seine Expertise erstreckt sich auf die Planung und Umsetzung von Wärmepumpenanlagen sowie auf das Verständnis für aktuelle Trends und Entwicklungen im Bereich erneuerbarer Energien.