Steigende Heizkosten und neue Regeln verunsichern viele Hausbesitzer. Das Heizungsgesetz 2025 bringt klare Vorgaben für Heizungen und energetische Sanierungen. In diesem Beitrag erfährst du, was auf dich zukommt und wie du Förderungen nutzen kannst.
💡 Zusammenfassung
- Ab 2024 müssen Neubauten Heizsysteme mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien nutzen. Ab 2028 sollen sie emissionsfrei sein.
- Bestehende fossile Heizungen dürfen bis 2044 genutzt werden, müssen aber ab 2029 schrittweise mehr erneuerbare Energien einbinden.
- Wärmepumpen senken Heizkosten um bis zu 65 %. Förderungen können bis zu 70 % der Kosten decken.
- Attraktive Förderprogramme wie die BEG bieten bis zu 30 % Grundförderung, zusätzlich Boni für schnelles Handeln oder niedrige Einkommen.
- Ab 2025 sind Heizungsprüfungen und hydraulischer Abgleich verpflichtend. Bußgelder von bis zu 5.000 Euro drohen bei Verstößen.
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Das Heizungsgesetz 2025 im Überblick
Das Heizungsgesetz 2025 fordert den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen in Heizungsanlagen. Es zielt darauf ab, fossile Brennstoffe deutlich zu reduzieren.
Regelungen für Bestandsgebäude
Ab 2025 müssen Hausbesitzer verpflichtende Beratungen durchführen lassen. Diese helfen, passende Heizsysteme für das Gebäude zu finden. Alte Heizungen können weiterhin genutzt und repariert werden.
Der Bestandsschutz gilt bis 2044. Ab 2029 müssen fossile Heizungen schrittweise mehr erneuerbare Energien einsetzen. Der Anteil grüner Brennstoffe steigt auf 15 % bis 2029, 30 % bis 2035 und 60 % bis 2040.
Großstädte haben bis Mitte 2026 Zeit, kleinere Kommunen bis Mitte 2028, um sich an die neuen Vorgaben anzupassen. Kommunale Wärmeplanung spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie sorgt für eine klimaneutrale Wärmeversorgung.
Förderprogramme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützen energetische Sanierungen und den Einbau effizienter Heizsysteme.
Alte Heizanlagen dürfen bleiben – aber grünere Lösungen sind die Zukunft.
Regelungen für Neubauten
Ab 1. Januar 2024 müssen alle Neubauten Heizsysteme nutzen, die mindestens 65 % erneuerbare Energien verwenden. Die EU plant ab 2028 strengere Vorgaben: Neubauten sollen komplett emissionsfrei sein.
Hausbesitzer können dafür etwa Wärmepumpen wie Erdwärmepumpen oder Luft-Wasser-Wärmepumpen einsetzen. Auch Solarenergie und Geothermie bieten sich an.
Regenerative Energien sind Pflicht, um fossile Energieträger zu ersetzen. Moderne Passivhäuser mit hoher Energieeffizienz erfüllen diese neuen Anforderungen leichter. Durch Wärmedämmung und umweltfreundliche Heizmethoden wird der CO2-Ausstoß stark reduziert.
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) fördert diese Maßnahmen und unterstützt die Wärmewende in Deutschland aktiv.

Verpflichtende Maßnahmen ab 2025
Ab 2025 gelten neue Regeln für Heizsysteme in Deutschland. Diese Maßnahmen sollen CO2-Ausstoß senken und Klimaschutz fördern.
📋 Heizungsprüfung und hydraulischer Abgleich
Die Heizungsprüfung und der hydraulische Abgleich werden ab 2025 verpflichtend. Diese Maßnahmen sollen Energie sparen und den Klimaschutz fördern.
- Die Heizungsprüfung muss bei älteren Heizungen vor dem 1. Oktober 2009 bis spätestens 30. September 2027 durchgeführt werden.
- Bei Anlagen, die nach dem 30. September 2009 eingebaut wurden, gilt eine Frist von maximal 15 Jahren nach der Installation.
- Betreiber können Bußgelder von bis zu 5.000 Euro erhalten, wenn sie die Prüfungen nicht rechtzeitig durchführen lassen.
- Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass Wärme gleichmäßig in allen Räumen verteilt wird und weniger Wärmeverlust entsteht.
- Diese Maßnahme spart Kosten bei Heizwärme und senkt den Stromverbrauch deutlich.
- Systeme mit erneuerbaren Energien, wie Wärmepumpen oder Solarthermie, profitieren besonders vom hydraulischen Abgleich.
- Neue Regeln unterstützen den Einsatz klimafreundlicher Technologien wie Flächenheizungen oder Hybridheizsysteme zur Energieeinsparung.
- Weitere Maßnahmen wie die Nutzung von Solarstrom oder das Senken der Rücklauftemperatur steigern die Effizienz.
- Kommunale Wärmeplanung hilft Nutzern, auf nachhaltigere Energiewirtschaft umzusteigen.
- Regelmäßige Kontrollen sichern langfristig die Funktion der Heizkörper und anderer Heizanlagen.
Einführung dynamischer Stromtarife
Dynamische Stromtarife starten ab 2025 in Deutschland. Die Strompreise ändern sich dann täglich oder sogar stündlich. Verbraucher zahlen somit immer den aktuellen Marktpreis. Damit können Haushalte mit Wärmepumpen Geld sparen, wenn sie stromintensive Geräte zu günstigen Zeiten nutzen.
Anbieter wie Vamo und Vattenfall bieten Komplettlösungen für Wärmepumpen an. Die Preise starten bei 89 Euro pro Monat. Durch diese flexiblen Tarife wird die Nutzung von erneuerbarer Energiequellen wie Windenergie oder Sonne attraktiver und effizienter.
Fördermöglichkeiten für klimafreundliche Heizungen
Mit der richtigen Förderung wird der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen günstiger. Viele Programme unterstützen energieeffiziente Heizsysteme wie Wärmepumpen oder solarthermische Anlagen.
Aktuelle Fördersätze und Förderprogramme
Ab 2025 stehen attraktive Förderungen für klimafreundliche Heizsysteme bereit. Die folgende Übersicht zeigt die aktuellen Fördersätze und Programme:
Förderprogramm | Fördersatz | Bedingungen |
---|---|---|
Grundförderung | 30 % | Für alle förderfähigen Heizsysteme |
Klimageschwindigkeits-Bonus | 20 % | Für Umstieg bis Ende 2028 |
Einkommens-Bonus | 30 % | Für Einkommen unter 40.000 Euro |
Effizienzbonus | 5 % | Für natürliche Kältemittel |
Wärmepumpen-Förderung | Bis zu 70 % | Bezieht sich auf Investitionskosten |
KfW-Ergänzungskredit | Max. 120.000 Euro | Zinsvergünstigung bis 2,5 % |
Anforderungen für eine Förderung
Förderfähig sind Kosten bis 30.000 Euro für Einfamilienhäuser. Für Wohneinheiten zwei bis sechs liegt die Grenze bei 15.000 Euro, ab der siebten Wohneinheit bei 8.000 Euro. Ein Geschwindigkeitsbonus gilt für funktionierende Öl-, Kohle- oder Gasheizungen, die älter als 20 Jahre sind.
Betreiber müssen nicht reparierbare Heizsysteme gegen klimafreundliche Optionen tauschen.
Eine Beratungspflicht besteht bei neuen Gas-, Öl- oder Holzheizungen. Förderprogramme verlangen oft den Einsatz erneuerbarer Energien wie z. B. Solarthermie oder Wärmepumpen. Maßnahmen wie ein hydraulischer Abgleich oder die Nutzung moderner Technologien wie Hybridheizungen erhöhen die Chancen auf Fördergelder.
Optionen für gesetzeskonforme Heizsysteme
Moderne Heizsysteme nutzen oft erneuerbare Energien wie Solarthermie oder Biomethan. Sie sparen Energie und senken die CO2-Abgabe.
Wärmepumpen und ihre Vorteile
Wärmepumpen senken Heizkosten um bis zu 65 % im Vergleich zu fossilen Heizsystemen. Sie nutzen erneuerbare Energiequellen wie Luft, Wasser oder Erde. Dank Förderungen reduzieren sich die Anschaffungskosten auf etwa 9.000 Euro.
Bis zu 70 % Förderung sind möglich, was sie besonders attraktiv macht. Im September 2024 wurden bereits 19.500 Wärmepumpen verkauft.
Eine Wärmepumpe arbeitet effizient und umweltfreundlich. Sie erzeugt Wärme über einen Wärmetauscher und ein Kühlmittel. Auch eine Kombination mit einer Fußbodenheizung oder Photovoltaikanlage erhöht die Effizienz.
Durch die Nutzung regenerativer Energien senkt sie CO2-Emissionen und hilft beim Energiesparen.
📋 Alternative Heizlösungen
Alternative Heizlösungen sind wichtig, um die neuen Vorgaben im Heizungsgesetz 2025 zu erfüllen. Verschiedene Systeme bieten umweltfreundliche und effiziente Möglichkeiten zum Heizen.
- Biomasseheizungen nutzen nachwachsende Rohstoffe wie Holzpellets oder Hackschnitzel. Sie reduzieren CO2-Emissionen deutlich und gelten als klimafreundlich.
- Hybridheizungen kombinieren Gas-, Öl- oder Pelletheizungen mit Wärmepumpen oder Solaranlagen. Dadurch steigt die Effizienz der Energiegewinnung.
- Solarthermie dient zur Erwärmung von Wasser durch Sonnenenergie. Diese Lösung spart Kosten und schont natürliche Ressourcen.
- Fernwärmenetze liefern Wärme aus zentralen Kraftwerken direkt in Gebäude. Dies ist besonders in dicht besiedelten Gebieten effektiv.
- Brennstoffzellen erzeugen Strom und Wärme gleichzeitig mit Wasserstoff oder Erdgas. Sie erreichen hohe Effizienzwerte bei geringerem CO2-Ausstoß.
- Erdwärmeheizungen verwenden geothermische Energie aus Erdsonden oder Eisspeichern für Heizzwecke und Kühlung.
- Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten effizient und nutzen Außenluft als Wärmequelle zur Beheizung von Räumen.
- Absorptionswärmepumpen eignen sich besonders für industrielle Anwendungen und kommunale Wärmeplanung durch ihre hohe Leistungszahl.
- Hackschnitzelheizungen bieten kostengünstige Heizsystems für große Gebäude, da sie aus regional verfügbarer Biomasse betrieben werden.
- Sole-Wasser-Systeme gewinnen direkt Energie aus dem Erdreich durch Frostschutzmittel für zuverlässigen Wärmetransport im Winter.
- Solarstrom gekoppelt mit Invertertechnologie bietet moderne Lösungen auch für Passivhäuser, minimiert den Energiebedarf deutlich und bleibt zukunftssicher gegen steigende CO2-Steuer-Kosten.
Fazit
Das Heizungsgesetz 2025 bringt klare Vorgaben. Ab 2024 müssen Heizungen mindestens 65% erneuerbare Energien nutzen. Ab 2028 sollen Neubauten emissionsfrei sein. Fossile Brennstoffe werden durch die CO2-Abgabe teurer.
Das fördert den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen.
Hohe Förderungen erleichtern den Wechsel. Hausbesitzer können Zuschüsse nutzen, etwa für solarthermische Anlagen oder Systeme mit nachwachsenden Rohstoffen. Eine energetische Sanierung senkt Emissionen und spart Energie.
Kommunale Wärmeplanungen und effiziente Wärmenetze spielen eine wichtige Rolle.
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Häufig gestellte Fragen
Das Heizungsgesetz 2025 schreibt vor, dass Heizsysteme ab 2024 mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen müssen. Ab 2028 sollen Neubauten emissionsfrei sein. Für bestehende fossile Heizungen gilt ein Bestandsschutz bis 2044, jedoch müssen sie ab 2029 schrittweise mehr erneuerbare Energien einbinden. Zudem werden ab 2025 Heizungsprüfungen und ein hydraulischer Abgleich verpflichtend, um die Effizienz der Systeme zu verbessern.
Es gibt mehrere attraktive Förderprogramme, darunter die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Hausbesitzer können bis zu 70 % der Kosten für Wärmepumpen erstattet bekommen. Die Förderung setzt sich aus einer Grundförderung von 30 %, einem Klimageschwindigkeits-Bonus von 20 % und einem Einkommens-Bonus von 30 % für Haushalte mit einem Einkommen unter 40.000 Euro zusammen. Zusätzlich gibt es einen Effizienzbonus für den Einsatz natürlicher Kältemittel.
Bestehende Öl- und Gasheizungen dürfen weiterhin genutzt und repariert werden, allerdings müssen sie ab 2029 schrittweise mehr erneuerbare Energien integrieren. Der Anteil grüner Brennstoffe steigt von 15 % bis 2029 auf 30 % bis 2035 und 60 % bis 2040. Spätestens 2044 dürfen fossile Heizsysteme nicht mehr betrieben werden. Hausbesitzer müssen sich also langfristig auf klimafreundlichere Lösungen umstellen.
Ab 2025 müssen Heizungsprüfungen und ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Dies soll Energieeinsparungen und eine bessere Wärmeverteilung ermöglichen. Für ältere Heizungen (vor dem 1. Oktober 2009) gilt eine Frist bis 30. September 2027, während neuere Heizsysteme spätestens 15 Jahre nach der Installation überprüft werden müssen. Wer diese Vorgaben nicht einhält, riskiert Bußgelder von bis zu 5.000 Euro.
Moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen, Solarthermie oder Hybridheizungen erfüllen die neuen Vorgaben. Wärmepumpen senken die Heizkosten um bis zu 65 % und profitieren von hohen Förderungen. Auch Biomasseheizungen mit Holzpellets oder Fernwärmenetze sind klimafreundliche Alternativen. Zusätzlich helfen innovative Technologien wie Brennstoffzellen und Erdwärmeheizungen, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und langfristig Heizkosten zu senken.
✍️ Geschrieben von:

Sebastian, ein erfahrener Experte mit über zehn Jahren Erfahrung im Bereich Wärmepumpen und erneuerbarer Energien, war früher selbständiger Heizungsbauer. Mit seinem fundierten Wissen über Wärmepumpentechnologie und praktischer Erfahrung bietet er wertvolle Einblicke und praxisnahe Ratschläge. Seine Expertise erstreckt sich auf die Planung und Umsetzung von Wärmepumpenanlagen sowie auf das Verständnis für aktuelle Trends und Entwicklungen im Bereich erneuerbarer Energien.